Die Nikolausfeier war ein voller Erfolg. Vielen Dank für die Hilfe.
Der SCZ hat wieder ein paar Plätze für die Seepferdchenausbildung frei.
Die Geschichte
Aus der Chronik des Schwimmclubsvon Birgit Kammerscheid, geschrieben 1999
Am 22. November 1974 versammelten sich im Schwimmbadrestaurant elf Damen und Herren um einen Schwimmverein zu gründen. Die Gründungsmitglieder können dem separat abgedruckten Gründungsprotokoll (Anm. des Admin: nicht Online verfügbar) entnommen werden.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde der Verein durch Mithilfe von Herrn Keubgen vom Westdeutschen Schwimmverband offiziel gegründet.
Der Name Schwimmclub Zülpich e.V. mit den Vereinsfarben schwarz/gelb nahm von nun an einen stetigen Aufschwung. Nach sechs Wochen konnte der Club bereits 100 Mitglieder aufweisen. Unter der ersten Trainerin Hillebrand wurden die damaligen kleinen Wasserratten schnell gefördert. Kampfrichter- und Riegenführerlehrgänge wurden besucht.
Der erste Wettkampf, April 1975, den der SCZ veranstaltete, war ein voller Erfolg. Fast 300 junge Schwimmer nahmen daran teil.
Nach einem halben Jahr konnte der Verein bereits das 200. Mitglied, Lydia Wunderlich, aufnehmen.
Der erste Sommerball im Juli 1976 mit Stargast Peter Rubin wurde von einer großen Anzahl von Vereinsfreunden besucht.
Im Training ging es weiter bergauf. Zusätzliche Trainingstunden wurden von der Stadt bewilligt, so dass unsere Wettkampfschwimmer dreimal wöchentlich trainieren konnten; Mutter- und Kinderschwimmkurse waren überbelegt.
Schnell brauchte der Verein mehrere Trainer. Wettkämpfe im Kölner und Bonner Raum wurden besucht. Die Erfolge unserer Schwimmer häuften sich.
Es würde zuweit führen, sämtliche erfolgreiche Schwimmer beim Namen zu nennen. Sie werden bei unserer Jubiläumsfeier alle in Wort und Bild erscheinen.
Unsere Trainer, Lothar Erkens, Hans-Albin Jakob, Etzard Alberding, Georgius Ziakas und Reiner Hardenberger hatten alle Hände voll zu tun, die kleinen Wasserratten alle unterzubringen.
Unter dem neuen Sportwart Rolf Schülter wurden nun mehr auswärtige Schwimmwettkämpfe besucht. Auch fanden wir in unseren Jugendlichen, die inzwischen zu Riegenführern und Kampfrichter ausgebildet waren, starke Unterstützung.
Petra Braun, Karin Braun, Ingrid Stoffels und viele andere halfen im Trainingsbetrieb. Marianne Braun half beim Kinderschwimmen lange Jahre mit. Hans Schneppenheim und Eduard Wiatowski leiteten das Erwachsenenschwimmen.
Im Dezember 1974 wurde der Schwimmclub-Kinderchor 'Pitsch Naß' unter Leitung von Petra Braun ins Leben gerufen. Auftritte bei Radio Luxemburg, bei unseren Sommerbällen, Weihnachtsfeiern fanden sehr viel Begeisterung.
Unsere Veranstaltungen an Karneval, Kinder- und Jugendball, wurden immer beliebter und die Stadthalle platzte bald aus allen Nähten. Weihnachtsfeiern mit der Laienspielgruppe 'Acteur' und Ehrungen unserer Wettkampfschwimmer waren in der Stadthalle immer stark besucht (500 Gäste). Besonders schön war die Aufführung der Märchenoper 'Hänsel und Gretel' von Humperdinck. Die Aufführenden waren Mitglieder des Clubs.
Unsere Einladungswettkämpfe in Zülpich, Herbstschwimmfeste und Nikolausschwimmfeste erfreuten sich im Kölner und Bonner Raum großer Beliebtheit. 800 Starts pro Tag waren keine Seltenheit. Inwischen besuchten unsere Schwimmer Bezirksmeisterschaften, Westdeutsche Meisterschaften mit viel Erfolg. Im Jahr 1979 (nach dreieinhalb Jahren) zählte der Verein bereits 315 Mitglieder.
Im Jahr 1979 waren wir allerdings sehr erstaunt, als wir einen Wettkampf, zuvor von allen Seiten genehmigt, kurzfristig abgesagt bekamen. Es waren etwa 1000 Starts gemeldet. Der Einspruch zweier Geistlicher aus Zülpich wollte uns den Beginn des Wettkampfes vor 11.00 Uhr untersagen. Es besteht ein Gesetz, das besagt, dass an Sonn- und Feiertagen keine sportliche Veranstaltung vor 11.00 Uhr beginnen darf. Nach Rücksprache mit Vertretern des Deutschen Schwimmverbandes wurde diese Regelung in Deutschland nie durchgeführt.
Einmalig in Zülpich! Mit Sondergenehmigung des Kreissportbundes durften wir dann doch um 08.00 Uhr den Wettkampf beginnen. Den auswärtigen Vereinen konnte nicht zugemutet werden, alle Busse, die für die Wettkämpfe bereitstanden, abzubestellen.
Das Freizeitangebot für unsere Jugend wurde immer umfangreicher. Jugendherbergsfahrten, Radtouren, Ausflüge in den Kölner Zoo, Phantasialand, Wanderungen, Discos wurden mit viel Liebe organisiert.
Damals gab es noch sehr viele Helfer! Die Unterstützung durch die Eltern der Kinder war wesentlich intensiver als heute. 1980 verbesserten sich die Leistungen der SCZ Schwimmer deutlich. Im Bezirk Köln gab es rund 90 Schwimmvereine. Der Schwimmclub Zülpich kam aufgrund seiner Erfolge auf die 19. Stelle der Rangliste.
Auch das Zusammenwirken zwischen Schule und Verein hat sich bewährt. Durch das Training im Zülpicher Schwimmclub verbesserten sich die Leistungen der Schüler des Gymnasiums Zülpich auf Landesebene (ca. 117 Schulen) auf den 21. Platz. Aber auch im Behindertensport half der Verein.
Kinder und Jugendliche wurden im Lehrschwimmbecken der Hauptschule unterrichtet.
Juni 1981 - Großfeuer in Zülpich: In nur kurzer Zeit brannte alles ab. Schwimm- und Sporthalle. Wo sollten wir nun trainieren? Alle Stoppuhren, Geräte usw. waren verbrannt. Über 300 Schwimmer standen auf dem Trockenen. 90 Leistungsschwimmer konnten nicht mehr trainiert werden. Ein gutgehender Verein steht plötzlich vor dem Nichts. Am Wochenende waren unsere Vereinsmeisterschaften anberaumt. Freundlicherweise wurde uns das Hallenbad der Stadt Bad Münstereifel zur Verfügung gestellt. Danach kam das große Betteln um Aufnahme in umliegende Schwimmbädern. Es gab wenig Verständnis für die Sorgen der Zülpicher Schwimmer. Daraufhin wanderten die Wettkampfschwimmer nach Erftstadt und Köln ab. Die restlichen Schwimmer trainierten wir in Satzvey und Füssenich. Trotz großer Bemühungen der Stadt Zülpich und des Kreissportbundes war es nicht möglich, ein großes Bad zu finden, das uns aufnahm.
Euskirchen hatte noch keinen Schwimmclub, also führte ich Gespräche mit Vertretern der Stadt Euskirchen, diesen gutgehenden Schwimmclub unter dem Namen Zülpich-Euskirchen in Euskirchen weiterzuführen. Drei Monate dauerte es, bevor ich endlich eine Antwort bekam. Im Sportausschuss wurde der Vorschlag abgelehnt. Es wurden uns lediglich eineinhalb Stunden für zwei bis drei Bahnen pro Woche zugesagt. Allerdings müßten wir den offizielen Eintrittspreis bezahlen. Hinzu kamen Fahrgeld für den Bus. Später bildeten sich Fahrgemeinschaften; ebenso für Satzvey und Füssenich.
Immer noch in der Hoffnung, dass das Bad wieder aufgebaut wird, versuchten wir die Zeit zu überbrücken. Unser langjähriger Trainer Lothar Erkens, 12 Jahre Trainer, sowie Eduard Wiatowski gaben sich alle Mühe, die Schwimmer bei guter Laune zu halten. Schreiben an Herrn Weyer, Gespräche mit RP usw. wurden nur ablehend beantwortet. RP sieht rabenschwarz für das Bad. Trotzdem gab der Schwimmclub nicht auf. Weiter besuchten wir Wettkämpfe, veranstalteten vermehrt Nichtschwimmertouren und bemühten uns vor allem auch um den Nachwuchs.
Durch die Abwanderung von ca. 100 Schwimmern und Sportwart in einen anderen Verein ließen wir uns nicht entmutigen. Wir waren entschlossen, den Verein über Wasser zu halten. Wo sollten denn die kleinen Kinder schwimmen lernen? 1986: Immer wieder mußten wir mit Rückschlägen kämpfen.
Nachdem das Training in Füssenich erfreulich lief, wurde das Bad wegen Reparaturarbeiten an der Decke geschlossen. Wie lange? In Satzvey wurden die Kosten zu hoch.
Das Lehrschwimmbecken in der Hauptschule Zülpich ist nun seit Jahren unsere Bleibe. Hier bilden wir Kinder im Alter ab fünf Jahren aus. Ca. 150 Kinder können wir in zwölf Gruppen unterrichten. Der Zulauf ist nach wie vor groß. Wartelisten bis zu drei Monaten.
Inzwischen haben wir reine Nichtschwimmerausbildung. Vom Seepferdchen bis zum Goldenen Schwimmabzeichen können die Kinder bei uns bleiben. Zur Abnahme der Abzeichen fahren wir ins Bad nach Euskirchen. Seit acht Jahren haben wir in Herrn Stass einen hervoragenden Trainer, der im Jahr ca. 40-90 Schwimmabzeichen abnimmt und in 11 Gruppen ca. 150 Kinder pro Woche trainiert. Die Weihnachtsfeiern erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. In der Aula der Grundschule werden die Schwimmer geehrt. Kasperletheater mit Märchen von den Gebrüdern Grimm etc. werden mit Begeisterung verfolgt. Nach wie vor stehen Jugendherberge, Zeltlager und Ausflüge auf dem Programm.
Birgit Kammerscheid

